Freitag, 28. März 2008

Bin in Japan

Nur ein kurzes Update, bin sicher in Japan gelandet und habe gestern Abend auch schon lecker Sachen gegessen. Meine Oma meinte die ganze Zeit nur: "Du hast aber echt zugenommen..." Heute Morgen habe ich dann auch gemerkt, dass ich meine Hemden mit Kragenweite 42 nicht mehr bis ganz oben zu machen kann, ohne zu ersticken. Geilo. Auf jeden Fall habe ich die Schlüssel zu meinem Zimmer bekommen und bis jetzt sieht es alles gut aus. Internetverbindung auch auf Anhieb geklappt. Andere Mitbewohner habe ich noch nicht gesehen. Muss jetzt gleich wieder los, meinen neuen Vorgesetzten treffen. Bis später!

Mittwoch, 26. März 2008

Anfang ohne Ende

Es ist tatsächlich soweit! Ich bin auf dem Weg nach Japan und weg aus Braunschweig. Richtig Abschied nehmen konnte ich aber bis jetzt noch nicht, denn direkt nach dem Umzug stand noch die Fertigstellung der Studienarbeit an. Und nun ja... Heute morgen um 8:30 wollte mich Frank abholen, um mich zum Flughafen zu bringen. Heute Morgen um 0 Uhr war ich schon fast fertig, gefehlt hat eigentlich "nur" noch das Fazit. Coffeinum ist Dein Freund! Alles sieht gut aus, irgendwann um 5 Uhr bin ich fertig und drucke die knapp 70 Seiten aus. Ein paar Fehler sind noch drin, klar kein Problem. Zeit ist noch genug. Alles auf den USB-Stick und ab zum Rechner mit dem Drucker. Was jetzt kommt, hätte sich jeder wohl denken können, auf dem anderen Rechner ist eine andere Office Version drauf und zerschießt mir meine Formatierung - Anfängerfehler! Diesmal ist WordToPDF Dein Freund! Leider scheitert auch dieser an meinem Meisterwerk! Jetzt hab ich tatsächlich ein Problem, denn Zeit ist auch nicht mehr viel vorhanden, es ist 7:30. Was erschwerend hinzukommt ist die Tatsache, dass ich für meinen knapp sechsmonatigen Aufenthalt in Japan, der in knapp 60 Minuten beginnt, noch nicht gepackt habe. Wenigstens hat mir meine Mutter schon mal die Klamotten eingepackt, das hilft schon ne ganze Menge weiter. Neuer Anlauf, als alter Super-Admin hat man noch ein paar Tricks drauf, wie man Office doch noch dazu bekommt, das zu tun, was es soll. Diesmal macht er nach knapp 35 Seiten schlapp - Tinte leer! Ja nee, is klar! Neue Patrone rein und neuer Versuch. Während der tolle Drucker vor sich hinrödelt, "packe" ich meine Sachen. Die Sachen, die ich am Samstag aus Braunschweig mitgebracht habe, sind nicht wirklich nach Wichtigkeit geordnet und so schmeiße ich einfach irgendwelche Sachen, die ich für vielleicht nützlich erachte, in den Koffer. Diesmal sieht der Ausdruck sogar ganz gut aus. Nur die Abbildungen sind nicht zu erkennen, weiß der Geier warum. Außerdem hat es mittlerweile an der Tür geklingelt, Frank ist da. Ich unterschreibe schnell ein paar Erklärungen für die Studienarbeit und verabschiede mich hastig von meinen Eltern. Die Studienarbeit ist also noch nicht ganz unter Dach und Fach. Bis Montag müssen zwei perfekte Exemplare gebunden in Braunschweig sein. Mal sehen, was noch kommt, wenigstens bin ich inhaltlich durch. Frank fährt mich schnell zum Düsseldorfer Flughafen und lotst mich durch den Check-In Automaten und die Gepäckaufnahme, ich bin nicht besonders auf der Höhe. Es ist noch nicht wirklich bei mir angekommen, dass es nun wirklich los geht. Ich habe meine kleine schwarze Bauchtasche dabei, auf die meine Oma vor knapp 15 Jahren meinen Namen auf Japanisch gestickt hat. Ein wenig hilflos, aber definitiv verpeilt sehe ich damit aus. Aber da ist alles drin: Mein Pass mit dem hart erkämpften Visum, das eTicket und zwei Kreditkarten, um es sich sechs Monate lang gutgehen zu lassen, wobei mir eine direkt bei der Gepäckaufnahme unbemerkt aus der Tasche fällt. Gott sei Dank ist auf Frank Verlass. Und tschüss, ich bin hinter der Sicherheitskontrolle. Etwas entspannt steige ich in den kleinen Flieger der SAS. Die zwei Flugbegleiterinnen sind typisch skandinavisch, ich bin aber zu müde, um dies angemessen zu würdigen, das soll schon was heißen! Außerdem habe ich noch einen ganz langen Flug bis Tokyo vor mir, auch mit der SAS. Im Moment bin ich auf dem Kopenhagener Flughafen und hier geht es sehr international zu. W-LAN ist auch überall gegen Bezahlung zu haben, nur... wie viel sind denn bitte 40 DKK?! Wieder ein europäisches Land ohne Euro. Ich könnte die vielen blonden und blauäugigen Angestellten fragen, entscheide mich aber dazu, in den Flughafensupermarkt zu gehen und den Wert anhand von bekannten Süßigkeiten zu erraten. Spielverderber, wie die Dänen nun mal sind (EM 1992 Finale 0:2), stehen neben den Dänischen Kronen auch die Euro-Preise. Knapp 10 Euro für 4 Stunden klingt fair, ich habe fast genauso lange Aufenthalt hier. So sitze ich nun hier an einem Steckdosenplatz ohne Sicht auf irgendwelche Flugzeuge und fühle mich ein wenig wie ein Jetsetter. Aussehen tue ich aber eher wie ein Penner. Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 10. Mai 2007

In der Uni

Sitze grad seit langem mal wieder in einer der Rechner-Pools in der Uni. Muss noch ein bisschen Zeit totschlagen, bis mein Chinesisch-Kurs beginnt. Man merkt echt, dass man an einer TU studiert, hier sind nur Kerle. Die letzten Tage waren sehr entspannt und gut. Ruben war aus MB zu Besuch hier und wir waren Sushi essen. Der Neue beim Rathaus. Sushi hat mir nicht besonders geschmeckt. Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, dass ich ja nicht so der (rohe) Sushi-Fan bin und meine Meinung also eher irrelevant ist. Dafür war die Atmosphäre und auch die Bedienung (Vietnamese) sehr nett. Die haben echten J-Pop gespielt und auch sogar "Eyes On Me" (Final Fantasy Musik). Jetzt habe ich also die drei Japaner in BS durch und muss sagen, dass Kyoto der Beste ist (vom Geschmack). Wer dort mal hingehen sollte, sollte sich als Getränk definitiv Calpico ohne Kohlensäure (groß) bestellen. Nur so als Insider-Tipp. Was ist sonst noch passiert die Woche? War gestern mit Harald in "Vollidiot" und ja, da kamen so viele Dialoge vor, die auch hätten von meinem Buch sein können, aber das habe ich mir ja schon gedacht, als ich das Original gelesen hatte. Das Beste an dieser Geschichte ist glaub ich wirklich, wie schnell das Bild von der Traumfrau, der größten Liebe der Weltgeschichte, der Oma meiner Enkel etc. zerbröckelt ist. Es ist wirklich das Beste, sich in eine Illusion zu verlieben und dabei zu bleiben. Realität ist halt doch nur eine schlechtere Version des Traums. Viele Menschen sind interessant, solange man sie gerade nicht besser kennen lernt. Aber egal. Am WE waren wir grillen und ich habe Elena meine Clique vorgestellt. Wir haben danach Sinnlos im Weltraum geguckt, und jetzt will sie noch andere Folgen von mir haben... Vielleicht steht ja ein erneuter SiW-Boom bevor? An der Uni passiert sonst nicht viel. Außer, dass ich mittlerweile wirklich denke, dass ich durch mein Studium und meine sonstigen Fähigkeiten prädestiniert bin für einen Vertriebsingenieur. Großes Problem dabei (abgesehen von meinem Abschluss): Ich denke nicht, dass ich ein guter Verkäufer wäre... Heute Abend geht es vielleicht mal wieder auf eine Audimax-Fete. Dort werde ich höchstwahrscheinlich auf meine Traumfrau treffen, aber da ich total planlos bin, werde ich es wieder in guter alter Manier daneben setzen. Aber das wäre ja auch nicht schlimm, mein Buch schreibt sich quasi von selbst fertig. Vielleicht sollte ich auch Ländercodes für Frauen einführen, schreibt sich leichter von der Hand. Na ja, egal, Chinesisch fängt gleich an. Und was tut man nicht alles, um mit den zukünftigen Schwiegereltern in deren Muttersprache zu reden?!

Dienstag, 1. Mai 2007

Tanz in den Mai

Gestern war ich in der Schunter Tanz in den Mai feiern. Vor vier Jahren war ich schon mal da. Es ist jedes Mal eine große Fete mit vielen Leuten und einer brennenden Hexe. Die Stimmung war auch diesmal gut, aber als ich da in dem Tanzraum stand und all die jungen, hübschen, feiernden Studenten sah, ist mir klar geworden, dass ich absolut nicht mehr dazu gehöre. Meine Zeit ist abgelaufen, das Studentenhaltbarkeitsdatum überschritten. Ich muss hier unbedingt raus aus diesem Leben. Erstaunlicherweise überkam mich diesmal nicht die übliche Melancholie, sondern es war einfach eine nüchterne Beobachtung. Es war, als ob man auf den Abiball der eigenen Schule geht, drei vier Jahre, nachdem man die Schule verlassen hat. Das Gebäude mit den eigenen Erinnerungen ist noch da, der Anlass und die Feier sind genauso wie früher, aber man ist ein einziger Fremdkörper ohne Bezug zur Gegenwart. Und wenn ich dann noch daran denke, dass dort bestimmt sehr viele Leute waren, die zum ersten Mal den 1. Mai in Braunschweig als Student feiern, mit Träumen und Ideen ihrer eigenen Zukunft, muss ich zugeben, dass ich gar nicht mehr so genau weiß, was für Erwartungen und Hoffnungen ich als Erstsemester hatte. Es ist einfach zu lange her. Ich habe wenigstens einen einzigen Studenten getroffen, den ich schon seit dem Erstsemester kenne, Axel. Und die möglicherweise größte Liebesgeschichte der Menschheit war auch anwesend. Danach waren wir noch im Bolero und ich habe Leute beim Salsa-Tanzen beobachtet. Coole Sache...

Montag, 30. April 2007

Hier das Foto

Hab das Bild bekommen, finde aber, dass ich eher wie der (unglückliche) Vater dieser Mädels aussehe! Ahhh...Und hier zum Vergleich das von vor zweieinhalb Jahren:

Sonntag, 29. April 2007

It's been a while

Es ist tatsächlich seit mehr als zweieinhalb Jahren nichts passiert hier. Danke Uli für den Tipp mit den 1111 Tagen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, weil es doch schon eine verdammt lange Zeit ist. Was mir so spontan einfällt, was passiert ist: Diverse verheiratete (und planende) Freunde; die Nachbarin kam und ging; ich bin umgezogen; Vordiplom geschafft; die meisten haben BS verlassen; die USA war auf vielen Schlachtfeldern; ich war in Wien und hab meine Chatbekanntschaften kennen gelernt; Before Sunset gesehen; der zweite perfekte Tag seitdem ich in BS wohne; JLPT bestanden; WM-Sommer und sicher noch mehr Sachen, wenn ich genauer nachdenken würde. Allein schon mein Lebensgefühl ist anders. Bei meinem letzten Eintrag war es schon ein lokales Maximum, jetzt ist es eine Konstante. Und alles zerfiel damals eigentlich wegen der Abmahnung, für die ich schließlich ca. 800 Euro zahlen musste. Danach hatte ich überhaupt keinen Bock mehr. Hab gerade mal auf meinem jahrelang brachliegenden "Spendenkonto" nachgeschaut, und habe gesehen, dass ich alles zusammen 3,53 Euro bekommen habe. Der Dank geht an Andreas, Aydre, Andre, Jessica, Marco, Martin & Florian! Und seitdem ist auch so verdammt viel im WWW passiert. Das Web 2.0 hat voll reingeschlagen und ich fühle mich wie aufgewacht aus einem Dornröschenschlaf. Damals musste man noch zumindest ein bisschen Ahnung von HTML und FTP etc. haben, damit man eine kleine Seite pflegen konnte. Als ich mich jetzt mal umgeschaut habe (auch wegen dieses Blogs) wurde ich erschlagen vom Angebot. Es gibt wirklich alles, kostenlos, verständlich und auch noch genial in der Ausführung. Dieser Fortschritt macht mich aber nicht euphorisch, ich bin ja sowieso ein Nostalgiker und kann mit Neuem nicht so viel anfangen. Deswegen versuche ich vorerst auch diese Seite im alten Stil weiterzuführen, auch wenn diese statische Art vollkommen aus der Mode ist. Und zufällig ist auch heute mal die "Kuh"le Melanie zu Besuch (vom letzten Update). Vielleicht krieg ich ja noch ein Foto mit ihr hin, wir haben uns beide etwas verändert. Im Moment weiß ich auch absolut nicht, wie ich diese Seite wieder aktivieren kann. Ich weiß nicht, wo ich früher den Elan und die Ideen her hatte, eine damals doch relativ populäre Seite über fast vier Jahre erfolgreich aufzubauen. Das schöne an der Sache jetzt ist, dass ich nicht besonders vor habe, diesen kleinen relaunch an die große Glocke zu hängen. Mal sehen, ob es wirklich weiter geht oder der Patient doch noch nach einem Röcheln stirbt. Ich denke, das reicht erstmal für den ersten Eintrag.