Mittwoch, 26. März 2008

Anfang ohne Ende

Es ist tatsächlich soweit! Ich bin auf dem Weg nach Japan und weg aus Braunschweig. Richtig Abschied nehmen konnte ich aber bis jetzt noch nicht, denn direkt nach dem Umzug stand noch die Fertigstellung der Studienarbeit an. Und nun ja... Heute morgen um 8:30 wollte mich Frank abholen, um mich zum Flughafen zu bringen. Heute Morgen um 0 Uhr war ich schon fast fertig, gefehlt hat eigentlich "nur" noch das Fazit. Coffeinum ist Dein Freund! Alles sieht gut aus, irgendwann um 5 Uhr bin ich fertig und drucke die knapp 70 Seiten aus. Ein paar Fehler sind noch drin, klar kein Problem. Zeit ist noch genug. Alles auf den USB-Stick und ab zum Rechner mit dem Drucker. Was jetzt kommt, hätte sich jeder wohl denken können, auf dem anderen Rechner ist eine andere Office Version drauf und zerschießt mir meine Formatierung - Anfängerfehler! Diesmal ist WordToPDF Dein Freund! Leider scheitert auch dieser an meinem Meisterwerk! Jetzt hab ich tatsächlich ein Problem, denn Zeit ist auch nicht mehr viel vorhanden, es ist 7:30. Was erschwerend hinzukommt ist die Tatsache, dass ich für meinen knapp sechsmonatigen Aufenthalt in Japan, der in knapp 60 Minuten beginnt, noch nicht gepackt habe. Wenigstens hat mir meine Mutter schon mal die Klamotten eingepackt, das hilft schon ne ganze Menge weiter. Neuer Anlauf, als alter Super-Admin hat man noch ein paar Tricks drauf, wie man Office doch noch dazu bekommt, das zu tun, was es soll. Diesmal macht er nach knapp 35 Seiten schlapp - Tinte leer! Ja nee, is klar! Neue Patrone rein und neuer Versuch. Während der tolle Drucker vor sich hinrödelt, "packe" ich meine Sachen. Die Sachen, die ich am Samstag aus Braunschweig mitgebracht habe, sind nicht wirklich nach Wichtigkeit geordnet und so schmeiße ich einfach irgendwelche Sachen, die ich für vielleicht nützlich erachte, in den Koffer. Diesmal sieht der Ausdruck sogar ganz gut aus. Nur die Abbildungen sind nicht zu erkennen, weiß der Geier warum. Außerdem hat es mittlerweile an der Tür geklingelt, Frank ist da. Ich unterschreibe schnell ein paar Erklärungen für die Studienarbeit und verabschiede mich hastig von meinen Eltern. Die Studienarbeit ist also noch nicht ganz unter Dach und Fach. Bis Montag müssen zwei perfekte Exemplare gebunden in Braunschweig sein. Mal sehen, was noch kommt, wenigstens bin ich inhaltlich durch. Frank fährt mich schnell zum Düsseldorfer Flughafen und lotst mich durch den Check-In Automaten und die Gepäckaufnahme, ich bin nicht besonders auf der Höhe. Es ist noch nicht wirklich bei mir angekommen, dass es nun wirklich los geht. Ich habe meine kleine schwarze Bauchtasche dabei, auf die meine Oma vor knapp 15 Jahren meinen Namen auf Japanisch gestickt hat. Ein wenig hilflos, aber definitiv verpeilt sehe ich damit aus. Aber da ist alles drin: Mein Pass mit dem hart erkämpften Visum, das eTicket und zwei Kreditkarten, um es sich sechs Monate lang gutgehen zu lassen, wobei mir eine direkt bei der Gepäckaufnahme unbemerkt aus der Tasche fällt. Gott sei Dank ist auf Frank Verlass. Und tschüss, ich bin hinter der Sicherheitskontrolle. Etwas entspannt steige ich in den kleinen Flieger der SAS. Die zwei Flugbegleiterinnen sind typisch skandinavisch, ich bin aber zu müde, um dies angemessen zu würdigen, das soll schon was heißen! Außerdem habe ich noch einen ganz langen Flug bis Tokyo vor mir, auch mit der SAS. Im Moment bin ich auf dem Kopenhagener Flughafen und hier geht es sehr international zu. W-LAN ist auch überall gegen Bezahlung zu haben, nur... wie viel sind denn bitte 40 DKK?! Wieder ein europäisches Land ohne Euro. Ich könnte die vielen blonden und blauäugigen Angestellten fragen, entscheide mich aber dazu, in den Flughafensupermarkt zu gehen und den Wert anhand von bekannten Süßigkeiten zu erraten. Spielverderber, wie die Dänen nun mal sind (EM 1992 Finale 0:2), stehen neben den Dänischen Kronen auch die Euro-Preise. Knapp 10 Euro für 4 Stunden klingt fair, ich habe fast genauso lange Aufenthalt hier. So sitze ich nun hier an einem Steckdosenplatz ohne Sicht auf irgendwelche Flugzeuge und fühle mich ein wenig wie ein Jetsetter. Aussehen tue ich aber eher wie ein Penner. Fortsetzung folgt...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

also, du siehst definitiv BESSER aus als du dich wahrscheinlich fühlst, oder? Godspeed, Alwin!